Baustandsfeier auf der Kulturgroßbaustelle Kongresshalle Nürnberg
von Daniel Jäger
Die im unvollendeten Rohbauzustand befindliche Kongresshalle ist ein zwischen 1935 und 1939 errichteter Monumentalbau auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg. Sie ist das größte noch bestehende Relikt nationalsozialistischer Herrschaftsarchitektur. Das Bauwerk hat eine Dimension von ca. 275 x 265 Metern bei einer Höhe von 39 Metern (ursprünglich geplante Höhe ca. 80 Meter). Beim Abschreiten des Rundbaus an seiner Außenseite legt man eine Strecke von 550 Metern zurück.
Das gesamte Ensemble wird von der Stadt Nürnberg zu einem Zentrum für Kunst und Kultur entwickelt. So entsteht im Innenhof ein Ergänzungsbau als Spielstätte für das Staatstheater Nürnberg mit Hauptbühne, Orchestergraben, Orchesterprobenraum und Zuschauersaal für 800 Personen. Der Neubau wird an den Bestand angebunden, in welchem sich Probebühnen, Theaterwerkstätten und -verwaltung sowie Serviceeinrichtungen für die Zuschauer (Garderoben, Gastronomie etc.) befinden werden.
Die Verbindung zwischen dem im Rohbau befindlichen Neubau und dem Bestand wurde nun hergestellt und am 23. Januar 2026 mit einem Baustellenfest würdig gefeiert. Wir als Tragwerksplaner für den Bestandsbau beglückwünschen alle Beteiligten zum erreichten Baufortschritt.
Bauherr/Auftraggeber:
Stadt Nürnberg
Planungszeit:
ab September 2022
Leistungen Jäger Ingenieure:
Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 1 - 6 und 8



